Wasserdienst

Der Wasserdienst ist ein äußerst wichtiger Bereich des Feuerwehrwesens und knüpft an die zum Teil schon in der Gründungszeit ausgeübte Wasserwehrtätigkeit an. Hierbei ist zum Beispiel Hilfe bei Hochwässern, Bootsunfällen und Ölaustritten zu leisten. Ebenso zählt die Rettung von Mensch und Tier, sowie die Bergung von Gütern zu den Aufgaben des Wasserdienstes. Die Beherrschung der Zille ist neben Schwimmkenntnissen die Grundvoraussetrung jedes Wasserdienstmitgliedes. Wasserdienstgrundlehrgänge werden meist auf Bezirks- und Abschnittsebene oder in der Feuerwehr selbst durchgeführt. Viele Wasserdienstleute erhöhen ihren Ausbildungsstand durch die Absolvierung eines Zillenfahrer-, Hochwasserschutz- und Schiffsführerweiterungslehrganges.
Wasserdienstübungen beinhalten meist die Schulung der Schiffsführer, den Umgang mit Ölsperren oder den Stegbau.

Hauptaufgaben bei Hochwasser:

.) Retten von Personen welche durch Hochwasser bedroht werden,
.) Bergen von Tieren die sich in gefährdeten Gebieten befinden,
.) Bergen von Fahrzeugen und Sachwerten,
.) Sichern von gefährdeten Gebäuden gegen Oberflächenwasser,
.) Auspumparbeiten in Kellern mit Grundwassereintritt,
.) Abdichten von Kanälen in Häusern mit fehlenden Rückschlagklappen,
.) Sichern von Heizöltanks, welche nicht kipp- und aufschwimmsicher montiert sind,
.) Freimachen von Verkehrswegen.


Anmerkung: Bei Grundwassereintritt sollte mit den Auspumparbeiten erst nach Sinken des Grundwasserspiegels begonnen werden,
da bei verfrühten Pumparbeiten schwere Schäden am Betonfundament entstehen können. Kanäle sollten mit Rückschlagklappen versehen sein.
Heizöltanks sollten gegen aufschwimmen und kippen gesichert sein!